Logo Terra Grischuna
Aus dem Palazzo Salis in Soglio blickte Rilke auf die Bündner Berglandschaft. (Bilder: Valerio Meuli)
Rainer Maria Rilke sass im Sommer 1919 im Bergell und haderte mit den Alpen. Der weltberühmte Dichter war vor den Unruhen in Deutschland geflohen – doch die Berge stiessen ihn ab. Manfred Koch, der 2025 die viel beachtete Biografie «Rilke – Dichter der Angst» veröffentlichte, zeichnet Rilkes ambivalentes Verhältnis zu Graubünden nach.

Im Juni 1919 fuhr Rainer Maria Rilke in die Schweiz, froh, den politischen Unruhen in Deutschland entkommen zu sein. Zweimal hatte er in München bei der Niederschlagung der Bayeri-schen Räterepublik Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen müssen. Die Rettung brachte eine Einladung des Lesezirkels Hottingen in Zürich, der dem mittlerweile berühmten «österreichischen Dichter» eine Tournee durch sechs Schweizer Städte – Zürich, St. Gallen, Luzern, Basel, Bern, Winterthur – anbot.

 

Aus der geplanten Lesereise von wenigen Wochen wurde ein siebenjähriger Aufenthalt, bis zum Tod des Autors im Dezember 1926. Rilke, zuvor ein Dauer­reisender durch ganz Europa, verliess die Schweiz in diesen Jahren nur noch dreimal; das Land, dem er anfangs misstrauisch gegenüberstand, wurde eine Heimstatt für ihn, wie er sie nie zuvor in seinem Leben gehabt hatte.

 

Der freundliche Kurdirektor

 

Das Sesshaftwerden in der Schweiz war bei Rilkes Einreise nicht absehbar. Seine Aufenthaltserlaubnis umfasste anfangs nur zehn Tage, im Herbst wurde sie bis Ende 1919 verlängert, dann abermals um drei und schliesslich um zwei weitere Monate bis Mai 1920. In dieser Hängepartie bewährte sich einmal mehr Rilkes Gabe, ein Beziehungsnetz mit einflussreichen Persönlichkeiten zu knüpfen. Die ersten Schweizer Freunde halfen bei der Erlangung des tschechoslowakischen Passes, ohne den es keine Bewilligungen der Fremdenpolizei gegeben hätte. Der wichtigste Helfer war der mit dem Chef der Fremdenpolizei befreundete Kurdirektor von Pontresina, Hanns Buchli, der  damit argumentierte, dass der Aufenthalt dieses Dichters ein Gewinn «für unsere schwer kämpfende Fremden-Industrie» wäre. Ab Mitte 1920 waren immerhin die rechtlichen Grundlagen für ein Bleiben in der Schweiz gegeben. Rilke musste zwar weiterhin Verlängerungen der Aufenthaltserlaubnis beantragen, die wurden in den folgenden Jahren aber immer unkomplizierter und längerfristig gewährt.

 

Die grösseren Sorgen bereitete die Finanzfrage. Dank des exzellenten Verkaufs seiner Bücher wuchs Rilkes Guthaben beim Insel-Verlag in nie gekannte Höhen. Zugleich machte der Kursverfall der deutschen Mark einen Umtausch in Franken aber zum ruinösen Geschäft. Mit der Gräfin Mary Dobržensky, die ihn als erste Schweizer Gastgeberin auf ihrem Gut am Genfer See beherbergte, vereinbarte Rilke eine «Anleihe von monatlich 700–900 Frs», deren Rückzahlung ihm auf Jahre hinaus freigestellt wurde. Das war beruhigend, doch die Unsicherheit darüber, ob sich irgendwann wieder ein Verhältnis der Währungen ergeben würde, das die Tilgung dieses Kredits ermöglichte, blieb bestehen. Wiederholt äusserte Rilke die Befürchtung, er müsse aus rein geldlichen Gründen zurück in das «verunglückte Deutschland».

 

Und schliesslich verschwand seine ursprüngliche Abwehrhaltung gegenüber Land und Leuten nicht sofort. Gewiss, er genoss die Freiheit in den ersten Tagen nach der Ankunft und liess sich verzaubern von den Schaufenstern in der Zürcher Bahnhofstrasse (was ihn zu einem masslosen Seifen-Einkauf verführte). Aber es war doch das Land, das er früher nur in der Eisenbahn durchquert hatte, sorgsam darauf achtend, dass die Vorhänge seines Abteils zugezogen blieben, wie er behauptete.

 

Berns Stadtgesicht

 

Da die Hottinger ihr Veranstaltungsprogramm erst im Herbst begannen, hatte er vier Monate Zeit zur genaueren Erkundung der Schweiz. Er lernte die Städte Genf, Zürich und Bern näher kennen, von denen ihm – bei entschiedener Ablehnung Zürichs – nur Bern gefiel: «Bern […] erwies sich als das, was ich nöthig hatte, um in der Schweiz nicht nur die übliche Verschwörung von Hôtels zu sehen, in die eine auffallende Landschaft ahnungslos […] verstrickt ist. Hier endlich ein Gesicht, ein Stadtgesicht, und, trotz aller Eingriffe, von welcher Abstammung und Beharrlichkeit!»

 

Der Kontakt mit der Berner Ratsfamilie von Wattenwyl vermittelte ihm einen Eindruck von der Traditionssicherheit, der noblen Kultur und Weltläufigkeit der alten Schweizer Patriziergeschlechter. Solche Begegnungen, schrieb er im August, hätten ihm geholfen, die Schweizer trotz ihres «nicht leicht durchdringlichen Gemüts» besser zu verstehen. Aber auch die emphatische Würdigung Berns – «eine der wunderbarsten Städte […], die ich kenne» – leitete er noch ein mit der Feststellung: «die Schweiz, gewiss kein Land für mich». Schon im September meinte er jedoch, die Schweiz fange an, ihm «begreiflich» zu werden. Fünf Monate später kam es in einem Brief sogar fast zu einer Liebeserklärung: «Ich bin täglich dankbar, noch in der Schweiz zu sein, es war eine Rettung für mich vor so vielen Nachwirkungen des Krieges.»

 

Von Sils nach Soglio

 

Freilich gab es da das Problem der Berge. Auf die Schweizer Natur hatte Rilke sich ursprünglich gefreut. Doch seine erste wirkliche Begegnung mit den Alpen misslang.

 

Inga Junghanns, seine dänische Übersetzerin, lud ihn Ende Juli 1919 nach Sils-Baselgia ein. Nach der anstrengenden Geselligkeit in den Städten trat Rilke die Reise ins Engadin gerne an. Vier Tage verbrachte er in Nietzsches Inspirationsort und fuhr dann über den Malojapass hinunter ins italienischsprachige Val Bregaglia (dt.: Bergell). In dem auf 1100 m gelegenen Bergdorf ­Soglio hatte er in einem alten Palazzo des Bündner Adelsgeschlechts der von Salis – nun ein Hotel mit dem schlichten Namen «Pension Willy» – ein Zimmer gebucht. Er blieb fast zwei Monate.

 

Soglio, wo Rilke im Sommer 1919 wenig Freude fand. (Bild: Schweiz Tourismus)

 

Soglio war schon damals eine Touris­ten­attraktion. Zeitgenössische Reiseführer priesen seine liebliche Lage über duftenden Kastanienwäldern, die verlässliche Sonneneinstrahlung, die malerisch verwinkelten Gässchen, die alten Häuser mit ihren Bruchsteinmauern und massiven Gneisdächern. Es war ein idyllisches Ambiente, das Rilke vorfand, und er lobte es in seinen ersten Briefen auch pflichtgemäss, wenn er auf die Möglichkeit verwies, den Ausflüglerschwärmen, die sich immer wieder «über diese Verzaubertheit blindlings» ergossen, auf den «Wegen in die Herrlichkeit der Kastanienwälder» zu entkommen. Doch die Natur jenseits der Kastanienwälder war ihm nicht geheuer.

 

Er hatte Soglio beim Studium der Landkarte als Erholungsstätte ausgewählt, weil das Dorf nahe an der italienischen Grenze lag. So wohltuend der Aufenthalt in Sils war, es lockten südlichere Gefilde! Angekommen in dem Ort, den er als Schwelle zum alten Traumland der Deutschen imaginiert hatte, erkannte er, dass da «Berge im Weg» waren, wie er einer Freundin wörtlich schrieb.

 

Die Berge versperren den Blick

 

Das Bergell ist ein tief eingeschnittenes Gebirgstal; wer es von der Hochebene des Oberengadins aus bereist, erfährt förmlich, wie sich Wände um ihn schliessen. Soglio gegenüber, auf der weniger sonnigen Seite, liegt das ­Val Bondasca, eines der wildesten Hochtäler der Alpen mit schroff zerklüfteten, scharfkantigen Felsformationen. Das war keine Ur-Natur nach Rilkes Geschmack. Die erhabenen Orte, die er schätzte – Duino, Toledo, Ronda –, waren zwar auch auf steilen Felsplateaus gelegen, aber nach oben hin offen, wie in den Weltraum hineingehalten. Diese Berge hingegen versperrten nicht nur den Blick in die Weite, nach Italien, sondern auch den in die Höhe, zu den Himmeln hin: «Wollen Sie mirs glauben, dass es mich kränkt, dass diese Schneegipfel über diese Sommerherrlichkeit hereindrohen und so viel Sommerhimmel verstellen? Seh ich dieses Schneefeld oben am Bondasca-Gletscher mit seiner Unerbittlichkeit und Öde – so ist mir das eine unzusammenhängende Drohung.»

 

Rilke fühlte sich eingeschlossen, entwickelte aber während seines Aufenthalts zwei Strategien, mit der Drohung der Bergeller Berge umzugehen. Zum einen rettete er sich in eine ironische Abrechnung mit dieser «inhumanen» Landschaft, ja mit der Schweizer Natur überhaupt. Deren vielgerühmte Schönheit, bemerkte er in boshaftem Ton, sei zu deutlich, zu auftrumpfend. Man gewinne den Eindruck, sie wolle dem Menschen immer nur seine Kleinheit vor Augen führen. Das lasse er sich nicht gefallen: «Ich kann mir nicht helfen, es sind ‹dumme› Gebirge, imposante Hindernisse, aber nicht klüger als irgend eine verrammelte Tür. Und dieses Grosstun den ganzen Tag!» Der Melancholiker Rilke, der sich sonst an unpassenden Orten so gern in Klagen erging und seine depressive Stimmung ausmalte, behalf sich hier mit einem grimmigen Humor, der die Briefe aus Soglio zum besonderen Lesevergnügen macht: «Schade, dass sie [die Natur] in der Schweiz nur in Übertreibungen vorzukommen scheint; was für Ansprüche machen diese Seen und Berge, wie ist immer etwas zu viel an ihnen, die ­einfachen Augenblicke hat man ihnen abgewöhnt. Die Bewunderung unserer Gross- und Urgrosseltern scheint an diesen Gegenden mitgearbeitet zu haben; die kamen aus ihren Ländern hergereist, wo es sozusagen ‹nichts› gab, und hier gab es dann ‹Alles›, in Pracht-Ausgaben. Lieber Himmel: eine Salon-Tisch-Natur, eine Natur mit Auf und Ab, voller Überfluss, voller Verdoppelung, voll unterstrichener Gegenstände. Ein Berg? bewahre, ein Dutzend auf jeder Seite, einer hinter dem anderen; ein See: gewiss, aber dann auch gleich ein feiner See, bester Qualität, mit Spiegelbildern reinsten Wassers, mit einer Galerie von Spiegelbildern, und der liebe Gott, als Kustos, eines nach dem anderen erklärend; wenn er nicht gerade als Regisseur beschäftigt ist, die Scheinwerfer des Abendrots nach den Bergen zu richten, von wo den ganzen Tag der Schnee in den Sommer hineinhängt, damit man doch so recht alle ‹Schönheiten› beisammen habe.»

 

Rückzug in die Bibliothek

 

Zum anderen zog er sich in ihm gemässere Räume zurück und versuchte erfolgreich, die Bergkulisse zum blossen, kaum mehr wahrgenommenen Hintergrund zu verflüchtigen. Wie in konzentrischen Kreisen bewegte er sich, wenn er mutig war, durch die Kastanienwälder, hielt sich ansonsten aber so viel wie möglich in dem prächtigen Hotelgarten und, innerhalb des Hauses, in der alten Bibliothek der Familie von Salis auf, zu der er als einziger Gast Zutritt bekam. Hier entstand auch der einzige literarische Text des Soglio-Aufenthalts, ein Essay mit dem Titel «Ur-Geräusch», der die bizarre Fantasie durchspielt, die «Kronen-Naht» des menschlichen Schädels mit einer Phonographennadel abzutasten und so in Musik (bzw. eben ein anatomisches «Ur-Geräusch») zu verwandeln.

 

In einem späteren Brief hat er verdeutlicht, dass diese Idee durchaus mit dem überwältigenden, wenn auch beängstigenden Eindruck der Engadiner und Bergeller Bergwelt zu tun hatte. Seine Dichtung sollte in ähnlicher Weise ein visuelles Abtasten von Linienführungen in der Natur – von Bergrücken, Höhenkämmen, Flussläufen, Wolkenformationen, Gipfelgraten – sein. Die Schweiz war ihm ein Tonträger: vor allem das Wallis, wo er im Herbst 1921 den alten Wehrturm Chateau Muzot oberhalb von Sierre als feste Residenz bezog, pries Rilke später als den idealen «Raum» für die von ihm angestrebte Verwandlung von Landschaft in den Klang seiner Sprachmusik. Das vergleichsweise sehr viel mildere untere Wallis mit dem breiten Tal der Rhone und den weiter in den Hintergrund gerückten Bergen machte dem Dichter ersichtlich auch weniger Angst als die Bündner Berge.

 

Frieren in der Postkutsche

 

Auf der Rückreise von Soglio – wieder über das Engadin, in einem heftigen Schneetreiben schon Ende September, wie der frierende Passagier in der Postkutsche erstaunt feststellte – legte Rilke einen kurzen Zwischenaufenthalt in Chur ein und fuhr anschliessend mit dem Zug durch das Rheintal und die Bündner Herrschaft zurück nach Genf. Malans habe er beim Blick aus dem Abteilfenster nur erahnen können, «aber die Gegend war lieblich und schmiegsam und von einer gewissen südlichen Erfülltheit des Details».

 

In den folgenden Jahren befestigte sich die Freundschaft mit den Brüdern Max und Carl von Salis-Soglio und – vor allem – deren Vetter Guido von Salis-Seewis, einem Architekten, den Rilke schon in Genf kennengelernt hatte. Für kurze Zeit planten diese Nachfahren des neben den Plantas bedeutendsten Bündner Adelsgeschlechts, Rilke in ihrem Schloss Bothmar in Malans für längere Zeit unterzubringen, um ihm ein inspirierendes Umfeld für die Vollendung seiner 1912 begonnenen Duineser Elegien zur Verfügung zu stellen. Von Anfang an stand Rilkes Schweizer Zeit ja unter dem Vorzeichen der Suche nach dem «Elegienort»; alle seine Reisen innerhalb des Landes waren da­rauf ausgerichtet, eine Landschaft zu finden, die ihn atmosphärisch ansprechen, ihn – so sein eigener Begriff – «in Schwingung» versetzen würde.

 

Zu einer solchen Landschaft gehörte immer auch ein ehrwürdiges, möglichst mittelalterliches Herrenhaus; von einem Neubau gingen für diesen Dichter keine Impulse aus. In Muzot und seiner Umgebung fand Rilke schliesslich das ersehnte Refugium. Malans wäre es vielleicht geworden, wenn äussere Umstände – die Pflegebedürftigkeit von ­Guidos Eltern, die dort noch wohnten – die Unterbringung nicht verhindert hätten. «Malans, der ‹Bothmar›», schrieb ein bekümmerter Rilke im Sommer 1920, «kommen wegen Alter und Schwerschlüssigkeit der Salis'schen Eltern nicht für ein Einwohnen in Betracht.»

 

Noch in einem Brief an Guido von Salis vom September 1920, in dem er ­einen «überaus glücklichen Spaziergang» schildert, den er von Landquart aus durch Malans, dann über Jenins und Maienfeld nach Bad Ragaz unternommen habe, ist in der begeisterten Schilderung des Gartens von Schloss Bothmar die Trauer über die verpasste Chance zu spüren. Eine «vollkommene, unaufhaltsame Verzauberung» habe ihn ergriffen, als der Gärtner ihn und seine Begleiterin durch das Grundstück führte, «das flachstäbige alte Gittertor, über dem oben der volle runde Reifen der Krone schwebt ... nie werde ichs vergessen –, dieser unter so sanfter Schwebung beständig in allen seinen Wandlungen gekrönte Garten». Einen Rosengarten hier anzulegen – das imaginierte Rilke als Vervollkommnung der Szenerie! Später, in Muzot, tat er es und stilisierte sich in seinem berühmten Grabspruch selbst zu einer Rose, die, ganz ins eigene Innere gewendet, unter ihren unzähligen Blütenblättern wie unter geschlossenen Augenlidern Lieder zum Klingen bringt.

 

Erholung in Bad Ragaz

 

Das Bündner Rheintal und das an der Kantonsgrenze zu Graubünden gelegene Bad Ragaz wurden in Rilkes letzten Lebensjahren zu den wichtigsten Erholungsorten. 1923 zeigten sich deutlich die ersten Symptome der Leukämie, an der er im Dezember 1926 sterben sollte. Viermal war er ab da in der Anstalt Val-Mont oberhalb des Genfer Sees. Zudem ging er dreimal nach Ragaz für längere Badekuren. Ragaz war die lässlichere, medizinisch nicht (oder kaum) überwachte Variante seiner Gesundungsarbeit. In Val-Mont stand er hingegen fast täglich in Kontakt mit Ärzten, die, letztlich erfolglos, den Grund seiner Leiden zu bestimmen versuchten. Bis zuletzt verharrte Rilke in einer Abwehrhaltung gegen die moderne Medizin und vertraute darauf, sich durch Luft- und Mineralbäder selbst, auf natürliche Weise, heilen zu können.

 

Wie es seine Art war, wohnte er dann ­im ersten Haus am Platz, dem «Grand-­Hotel Hof Ragaz», und genoss den Umgang mit Adligen und wohlhabenden Bürgern aus ganz Europa. Grossen Wert legte er aber auch auf die weitere Pflege seiner Beziehungen zu den befreundeten Bündner Familien. Als die Fürstin Marie von Thurn und Taxis, seine wichtigste Gönnerin in den Jahren vor der Übersiedlung in die Schweiz, ihm 1924 von ihren rheumatischen Leiden berichtete, lud er sie spontan nach Ragaz ein: «Es ist ein so angenehmer Ort, mit dem schönen alten Pfäffers über sich und allen den Salis- und Planta-Häusern in der Nähe. Ich bin sicher, Sie werden dort alles erwünschte Wohlthun empfangen.»

Rainer Maria Rilke im Jahr 1913. (Bild: Wikipedia, Ludwig Oskar Grienwaldt)
Rainer Maria Rilke im Jahr 1913. (Bild: Wikipedia, Ludwig Oskar Grienwaldt)

Die vielgelobte Rilke-­Biografie von Manfred Koch

Rainer Maria Rilke gilt als einer der grössten Dichter der deutschen Sprache. Im letzten Jahr jährte sich sein Geburtstag zum 150. Mal, 2026 sein Todestag zum 100. Mal. Aus diesem doppelten Anlass hat Manfred Koch eine Biografie vorgelegt. Der Verlag schreibt dazu: Manfred Koch zeigt in seiner neuen, Leben und Werk gleichermassen in den Blick nehmenden Biographie Rilke als hochsensibles Echolot und geschlechtlich fluidesten Dichter der heraufziehenden Moderne. So entsteht die mitreissende Erzählung eines radikalen Lebens, das ganz Kunst sein will und dadurch eine Wahrnehmungssensibilität entfaltet, die erschreckend nah in Berührung kommt mit den Abgründen in ihm selbst und in seiner Zeit.» Die Reaktionen aus dem Feuilleton sind lobend. Eine Auswahl:

«Einer der profunden Rilke-Biografen ­der jüngsten Zeit.» Der Standard, Gerhard Zeillinger
«Ein grosses, ungemein reiches Buch. »DIE ZEIT, Kai Sina
«Manfred Koch hat in seinem Buch eine überzeugende und zupackende Neulektüre von Rilkes Prosa gewagt.» Süddeutsche Zeitung, Hilmar Klute

Manfred Koch ist verheiratet mit der Autorin Angelika Overath. Seit 2007 lebt er in Sent.