Architektur & Denkmalpflege

La Punt

Eines der prächtigen Engadiner Patrizierhäuser. (Foto: graubuenden.bilder.gr)

Ein reiches Erbe will erhalten und entwickelt werden

Der Kanton Graubünden hat eine Vielzahl historischer Monumente, seien es Burgen Schlösser oder herrschaftliche Häuser. Diese zu unterhalten, erfordert einen grossen Einsatz an Forschung und auch an Unterhalt, und zwar aus privaten oder staatlichen Mitteln. Ein interessanter Aspekt in dieser ganzen Entwicklung ist auch die Architektur der Rhätischen Bahn und ihrer Bauten, seien es Brücken, vor allem aber Bahnhöfe. Die kantonale Denkmalpflege setzt sich für den Erhalt der historischen Bauten ein, aber auch Private, die ihre Häuser oder Schlösser kontinuierlich erforschen und instand stellen lassen. Es ist indes aber nicht nur die Frage der Erhaltung, sondern auch die Frage der Modernisierung. Gerade im Engadin ist eine Vielzahl von historischen Gebäuden neu interpretiert worden durch lokale oder auswärtige Architekten. Interventionen in historischen Gebäuden sind spannend und führen teils zu äusserst innovativen Objekten.
Und dann gibt es ja auch die zeitgenössische Architektur mit vielen Architekten im Kantonsgebiet, die international für Aufsehen gesorgt haben; an erster Stelle ist da wohl Peter Zumthor zu nennen, dessen «Therme» in Vals bereits unter Denkmalschutz gestellt wurde. Aber es gibt in Graubünden – wie kaum in einem anderen Kanton der Schweiz – eine vielfältige Architekturszene, die spannende Projekte entworfen und realisiert hat oder plant. Das kommende Heft widmet sich beiden Themen: der Denkmalpflege von Kirchen, Burgen und Schlössern, aber auch der Gegenwart mit der Umnutzung historischer Gebäude und dem neuen architektonischen – etwas salopp formuliert – Kick.

Wir wünschen Ihnen bei der Lektüre der Ausgabe, die Anfang April erscheint, viel Vergnügen.