2011/6 Geförderte Zeitzeugen

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2011/6 Geförderte Zeitzeugen

Königshof Ottos I. in Zizers, Militarafunde auf dem Septimerpass, Überraschungen bei dem Bau der Umfahrung Roveredo, Münzbilder.

Wen der Boden Geschichte(n) erzählt
Wort der Redaktion Markus Joos

Hauptthemen

Leitungen für die Zukunft mit Aussicht in die Vergangenheit
Text: Mathias Seifert Fotos: ADG

Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten des Projektes «Fernwärme Chur» hatten die Spezialisten des Ärchäologischen Dienstes Graubünden die einmalige Gelegenheit, in den Leitungsgräben auf dem Gebiet der Stadt Chur über die eine grosse Distanz der Bodenaufbau aus dem archäologischen Perspektive zu verfolgen mit einer Überraschung.

Die verräterische Schrund von Marmels
Text: Jano Felice Pajarola

Es ist ein Glückfall für die Forschung: Vor bald 25 Jahren konnten bei einer Grabungskampagne auf Burg Marmels bei Marmorera abertausend organische Funda an Tageslicht geholt werden. Was ein staubstrockener Felsschrund damals preisgab, ist jetzt ausgewertet – und macht Marmels zu einer der bestbesuchten Bruganlagen Graubündens.

Archäologie vor dem Tunnel – Die Grossgrabung von Roveredo
Text und Fotos: ADG

Seit urgeschichtlicher zeit führt eine der wichtigsten Alpentransitrouten, die Oberitalien mit dem nordwestlichen Alpenvorland verbindet, über den San Bernardino-Pass. Teil dieses Alpenscharniers bildete das Misox. Mit den archäologischen Untersuchungen, die im Vorfeld der geplanten Umfahrung der A13c von Roveredo im Gebiet Valsac druchgeführt wurden, konnte gleichsam ein Fenster in die Vergangenheit geöffnet werden.

Schleuderbleie, Pilumspitzen und Hellebardenäxte
Text: Jürg Rageth Fotos: ADG

Das Suchen nach archäologischen Bodenfunden ist bei uns ohne ausdrückliche Bewilligung des Archäologischen Dienstes Graubünden verboten. Dank einsichtigen «Sündern» konnten in den vergangenen Jahren im Oberhalbstein

Stopp dem Zerfall! Konservierung von archäologischen Funden
Text: Stefanie Bruhin Fotos: ADG

Archäologische Funde, die besondere Massnahmen in ihrer Erhaltung erfordern oder für Auswertungen und Ausstellungen vorbereitet werden müssen, gelangen ins Konservierungs-Restaurierungslabor. Häufiges Ziel ist eine bessere Erkennbarkeit und Lesbarkeit der Funde.

Rätisch ist nicht bündnerisch
Text: Jürg Rageth Fotos: ADG

Der Ursprung und das eigentliche Kerngebiet des Rätischen liegt nicht in Graubünden, sondern im Trentino, Südtirol, Unterengadin und zum Teil noch im Nordtirol. Es gibt zwar im Alpenrheintal gewisse rätische Zeugnisse, diese gehören aber bestenfalls zu einer Randzone des Rätischen.

Blättern im Buch der Erdgeschichte Graubündens
Text und Fotos: Heinz Furrer

Die Berge Graubündens bestehen aus verschiedenartigen Gesteinen, deren Alter bis zu 300 Millionen Jahre zurückreichen. Sie enthalten Versteinerungen längst ausgestorbener Tiere und Pflanzen, die Zeitzeugen der Evolution sind. Die geschichteten Gesteine und ihr Fossilinhalt gleichen den Blättern im dicken Buch der Erdgeschichte.

Neandertaler-Kunst und –Ritual im Drachenloch ob Vättis
Text und Fotos: Peter Baumann

Bei der Ausgrabung der Drachenloch-Höhle oberhalb Vättis im Taminatal wurden Spuren gefunden, die auf menschliches Leben vor mehr als 50 000 Jahren hinweisen. Diese Urzeitmenschen, Neandertaler, waren aber keineswegs primitive, halb tierische Cousins von uns. Das haben Funde und Befunde aus der mit 2427 Metern höchstgelegenen prähistorischen Höhle Europas gezeigt.

Pro Rätia Mitteilungen

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Magazin

Ein Musikinstrument aus dem Ofen
Text und Fotos: Bartholomé Hunger

Kultur – Die Zizerser Pfarrkirche erhielt eine vierte Glocke.
Just zum ihrem 300. Geburtstag ist die Zizerser Pfarrkirche St. Andreas reich beschenkt worden. Am 17. September ist die neue, vierte Glocke in den Kirchturm aufgezogen und montiert worden. Die Glocke ist das Werk der Innsbrucker Glockengiesserei Grassmayr.

Fast ein Dreitausender
Text und Fotos: Marius Hublard

Skitour – auf den Piz Tomül im Safiental. Sie hangen still bereit im Keller neben den Abfahrtsski. Sie haben mir immer wieder geholfen, verschneite Berggipfel zu erreichen und mich danach durch stiebenden Pulverschnee zu Tale getragen. Vor allem im Safiental wurden sie mir zunutze: meine gelben, breiten und leichten Tourenski. An eine Tour auf den Piz Tomül kann ich mich gut erinnern.

Ein Staubkörnchen auf des Spiegels klarem Glas
Text: Elisabeth Bardill Fotos: Rolf Canal

Begegnung –mit Dichterin Flandrina von Salis
Überzeugende Weltanschauungen sind keine Konstruktionen und bedürfen nicht unbedingt der grossen Rede. Manchmal bilden sie sich im Verborgenen und werden auf besondere Art und Weise ausgedrückt. Die Dichtkunst von Flandrina von Salis in Malans zeugt von Verstand und Seelenkraft.

Der Mond, das Alphorn und eine kräftige Puste
Text: Maya Höneisen Fotos: Rolf Canal

Gesundheit – Workshop zur Stärkung der Lunge. Mondholz ist im Instrumentenbau seit einigen Jahren ein Thema, auch bei der Herstellung von Alphörnern. Dass diese Nationalsympol aber auch in Therapien eingesetzt wird, ist eher selten – und unkonventionell dazu. Und doch nutzen Kinder in Davos das Alphorn zur Stärkung der Lunge.