2015/2 Namengeschichten

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2015/2 Namengeschichten


Sag mir, wie du heisst, und ich sage dir, wer du bist.
Vorwort von Christian Dettwiler

Hauptthemen

Mein Ziel Schweiningen
Text: Jano Felice Pajarola Bilder: Institut Dicziunari Rumantsch Grischun

Rund 70 Gemeinden haben im Kanton Graubünden seit 1850 ihren Namen geändert – Fusionen nicht eingerechnet. Ob Furth, Igels oder Neukirch, Präsanz oder Schweiningen, Stalla oder Süs: Sie alle waren einst auf der Landkarte zu finden.


Das hohe C der rätoromanische Namen
Text: Christian Dettwiler Bilder: Fidel Alig

Familiennamen in Graubünden und ihre Ursprünge.
Die Erforschung der Familiennamen ist eine relativ junge Disziplin – den auch ihr Forschungsobjekt ist relativ jung: Familiennamen gibt es eigentlich erst ab 1000 nach Christus. Zuvor waren den Mengen nur Vornamen geläufig. In Graubünden verlief die Entwicklung dieser Namen aus einer Vermischung von lateinischen, germanischen und biblischen Namen: mit einem vergleichsweise hohen Anteil an Namen, die mit einem C beginnen.


Vom Malakoff und anderen sonderbaren Bergnamen
Text: Reto Fetz Bilder: Rolf Canal

Farben und Tageszeiten, Teufel und Jungfrauen oder Hörner und andere Formen standen Pate. Woher kommen die Namen der Berge und wer hat sie getauft? Diese Frage fasziniert vor allem in Graubünden mit den vielen merkwürdigen Namen. Wir begeben uns auf Spurensuche nach der Herkunft der Bergnamen.


Vom «Traxloch» und dem «Arschpaggatälli»
Text und Bild: Christian Jenny

Flurnamen im Wandel der Zeit. Das Schanfigg gehört zu jenen Namenlandschaften im Alpenraum, die besonders interessant sind. Hier überlagern sich auf engem Raum die Sprachen der Siedler: Vorrömische Kelten, Romanen und Walser. Mit Aufkommen des Tourismus entstanden neue Flurnamen. Gleichzeitig wurden bestehende , teils auch unkorrekt, umgedeutet.


Balzries, Morteratsch und andere sagenhafte Namen
Text: Christian Dettwiler

Wie sich aus der Volksdichtung Namen ergeben. «Es war einmal» - so beginnt häufig ein Märchen, das zumeist gänzlich der Fantasie des Verfassers oder des Erzählers entspringt. Anders ist es mit Sagen, sie beanspruchen aufgrund konkreter Namen und Ortsbezeichnungen einen Realitätsanspruch. Sagen schaffen in diesem Sinne auch Realität, so mancher Flur- und Ortsname ist der Sagenwelt entlehnt.


Romanische Namen – nicht nur in Graubünden
Text: Peter Masüger

Die Namenlandschaft der «untergetauchten» Raetoromania. Romanische Namen findet man nicht nur in Graubünden, sondern auch ausserhalb des Kantons, in den sogenannten Raetoromania submersa, den längst verdeutschten Gebieten des St. Galler Oberlandes, des Fürstentums Liechtenstein und des Vorarlbergischen.


Wie die Bibel auch im romanischen schöpferisch mit Namen umgeht
Text: Andri Casanova Bilder Rolf Canal

Ein Einblick in die jüdische-christliche Bedeutung der Namen. Tausende Namen sind uns in der Bibel überliefert. Einige davon finden noch heute rege Verwendung, wenngleich in abgeänderter Form. Doch wie steht es um die Bedeutungsfülle und die Funktion solcher Namen in der Bibel? Sie haben eine weitaus grössere Tiefe, als auf den ersten Blick ersichtlich.


«Kink Kylie» der Rhätischen Bahn
Text: Christian Dettwiler

Jeder Lokomotive ihren Namen. Neben Berg-, Familien- oder Flurnamen hat sich in jüngster Zeit auch das Vergeben von Namen an Fahrzeugen eingebürgert. Das ist auch bei der Rhätischen Bahn so.


Gasetta:
- Pagina Rumantscha
- Pagina Grigionitaliana
- Kulturforschung Graubünden
- Bücher und Bände
- Jugend Grischuna
- Namen und Notizen
- Ferien und Freizeit
- Kunst und Kultur
- Kulinarik

Pro Raetia Mitteilungen Nr. 1/2015


Die Maiensässfahrt der etwas anderen Art
Text: Christian Dettwiler

Zur 50. Austragung des Mittbergrennens.


«Ein tiefgründiger Mensch mit einer unglaublichen Menschlichkeit»
Text: Maya Höneisen

Gion Antoni Derungs – der rätoromanische Musikpionier. Auch über seinen Tod hinaus bleibt Gion Antoni Derungs einer der grossen der rätoromanischen Komponisten. Als Vermittler der eigenen Musikkultur schuf er Werke aller Musikgattungen: von der Oper bis zu Sinfonien, Kammer-, Chor- und Orgelmusik. Im September dieses Jahr wäre er 80 Jahr alt geworden.


Themenwandern und Weitwandern – ein Trend mit Zukunft
Text: Irene Schuler

Attraktionssteigerung und Wertschöpfung als Ziel. Wasserweg, Blumenweg, Bergbauweg, Schmugglerweg. Kulinariktrail, Architekturwandern. Via Valtellina, Via Spluga, Walserweg. Schellenursli- oder Heidiweg. Die Aufzählung kann beliebig fortgesetzt werden. Weitwanderwege gibt es dagegen nur eine Handvoll. Ein Merkmal ist allen gemein: Sie bieten dem Wandernden zusätzliche Erlebnisse.


Die Stafelalp – ein Archetyp des Bauens
Text und Bilder: Diego Giovanoli

Bauten im Walser Alpgebiet. Die Stafelalp bei Davos ist die beispielhafte Summe typologischer Urformen des Bauens im Berggebiet. Die Alphöfe oberhalb Frauenkirch sind raumgestalterisch faszinierende Vorlagen für einen alpinen Architekturentwurf.


Weltgrösstes Reptil und skuriller Wind
Text: Heini Hofmann

Zwei kuriose Engadiner Naturwunder. Das Engadin als das grösste und längste ganzjährig besiedelte Alpenhochtal gilt als Vorgarten zum Paradies. Seine Naturschönheiten sind weltberühmt und medial omnipräsent. Doch gehen zwei ganz spezielle, einzigartige Phönomene beinahe vergessen: die Malojaschlange und der Malojawind.


Museen
- Wunderwelt der Bienen (Bündner Naturmuseum)
- «Philipp Bauknecht» und «der doppelte Kirchner» (Kirchner Museum)
- «Tü-ta-too. Das Ohr auf Reisen» (Rätisches Museum)
- Auf dem Weg zum neuen Bündner Kunstmuseum (Bündner Kunstmuseum)


Reise nach Bamberg – Gesamtkunstwerk ersten Ranges
Text und Fotos: Edwin Peters

Kultur und Musik im «Fränkischen Rom».
Erinnerungen an die Leserreise «Bamberg» von anfangs Dezember 2014.



Brusio – Grenzverkehr durchs Nadelöhr
Text: Elisabeth Bardill

Befruchtende Nachbarschaft mit dem Veltlin. Die Bündner Gemeinde Brusio in einem Seitental des Veltlins liegt an der Verkehrsader, die in der Strategie der Mächtigen eine wichtige Rolle gespielt hatte. Auch heute ist die Talenge von Campocologno der Korridor für Handelsgüter, Personenverkehr und Informationsaustausch mit der lombardischen Nachbarregion.