Graubünden ist ein Wasserkraftkanton Vorwort von Mario Cavigelli, Regierungsrat
Hauptthemen
Von der Quelle bis zur Steckdose Text: Ursula Jaag Fotos: Rolf Canal
Im Licht der Nachttischlampe einen Krimi lesen oder am Handy überall erreichbar sein – dies und noch viel mehr ist nur dank Strom möglich. Obwohl ein Leben ohne Strom kaum vorstellbar ist, wissen viele Menschen nur wenig über diese Energie – ausser dass sie aus der Steckdose kommt.
Ob Goethe über solche Eingriffe in die Natur gedichtet hätte? Text und Fotos: Hans Domenig
Wegen ihrer oft hohen, die Landschaft «verschandelnden» Mauern haben Stauseen eher einen schlechten Ruf. Wir haben für einmal das Schöne an den künstlich entstandenen Seen gesucht – und hier fotografisch-poetisch dargestellt.
Die Wasserkraft hat für Graubünden grosse Bedeutung Text: Heinz Wurster
Etwa 300 Jahre von Christi Geburt endeckten die Menschen die Möglichkeit, mit Wasserkraft Räder zu bewegen. Dies erlaubte ihnen Wasserpumpen, Getreidemühlen und Schmiedehämmer ohne Muskelkraft zu betätigen. Es dauerte aber fast zwei Jahrtausende, bis der erste Generator mit Wasser angetrieben wurde. In der Schweiz leuchteten elektrische Lampen erstmals im Engadin.
Nicht nur der Strom erinnert an den Kraftwerkbau Text: Walter Schmid
Die Nutzung der Wasserkraft in Graubünden zeigt sich nicht nur an der köchelnden Gerstensuppe auf dem Elektroherd oder an den Wasserzinsen. Wo Kraftwerke gebaut wurden, sind auch Infrastrukturen und noch immer der Öffentlichkeit dienende Einrichtungen entstanden.
Sicherheit hat höchste Priorität Text und Fotos: Heinz Wurster
Über die Schönheit von Staumauern lässt sich streiten. Über ihre Sicherheit nicht, sie muss gewährleistet sein. Sicherheit ist oberstes Gebot. Um diesem nachzukommen, unternehmen die Elektrizitätswerke grosse Anstrengungen.
Der «Kolonialismus»-Ende steht bevor – ein bisschen ein Märchen Text: Olivier Berger
Zwischen 2035 und 2050 laufen die Konzessionen für die meisten Bündner Kraftwerke aus. Graubünden will die Gunst der Stunde nutzen und ein grösseres Stück vom Kuchen. Diskussionen über vorzeitige Neukonzessionierungen sollen bereits in den kommenden Jahren aufs Tapet kommen.
Die Zukunft verlangt ein Umdenken Text: Maya Höneisen Fotos: Rolf Canal
Der Schweiz, die nach dem bundesrätlichen Entscheid zum schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie die Energiewende schaffen will, stellen sich neue Herausforderungen. Der Ausfall an Strom aus Kernenergie kann nicht allein durch Verbesserung der Energieeffizienz und Strom aus Grosswasserkraft kompensiert werden. Andere Energieträger sind deshalb gefragt.
16 Bündner Gemeinden sind «Energiestadt» Text: Walter Schmid
Was 1988 als Idee in einer Stadtzürcher Gartenlaube begann, hat sich zu einem effizienten schweizweiten Klimaschutz-Programm gemausert: das Label Energiestadt. In der Schweiz besitzen heute über 300 Gemeinden diese Auszeichnung für ihre nachhaltige Energiepolitik. 16 davon sind Bündner.
Kernkraftwerk abschalten – und was dann in Graubünden Text und Fotos: Bartholome Hunger
Geht es nach den Vorstellungen der Bundesbehörden, werden bis 2035 die Schweizer Kernkraftwerke stillgelegt. Man muss sich bereits jetzt Gedanken machen, wie dann die Stromproduktion in unserem Land aussehen wird. Sicher wird der Konsument dazu beitragen müssen. Stromsparen ist angesagt. Freilich werden dazu Anreize von der öffentlichen Hand erforderlich sein.
Pro Raetia Mitteilungen Nr. 1/2013
Gasetta:
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Magazin
Lange vor der SBB unter Strom
Text: Olivier Berger Fotos: RhB
Die Albula-Bernina Linie der Rhätischen Bahn war nicht nur wegen ihrer hochalpinen Streckenführung eine Pionierleistung. Auf dem Bernina-Teil des heutigen Unesco-Welterbes wurde auch von Anfang an mit Elektrizität gefahren.
Begegnung und Vermittlung verschiedenster Kulturen Text: Elisabeth Bardill
Institutionen – die interkulturelle Bibliothek Vossa Lingua in Chur. Unaufhaltsam findet weltweit die Verlagerung von Individuen und Volksgruppen im sozialen und geografischen Raum statt. In Chur bietet die Vossa Lingua druch ein reichhaltiges Angebot von Büchern und Filmen in 22 Sprachen die Möglichkeit der Annäherung von Kulturen.
Die gebaute Bündner Welt in Bildern Text: Olivier Berger Fotos: Bündner Kunstmuseum
Graubünden ist das Land der Fotografie und der Architektur. Dem Zusammenspiel beider Kunstsparten widmet das Bündner Kunstmuseum in Chur derzeit eine Ausstellung.
Steinzeitjäger im Wanderweg Fotos: ADG Text: Marcel Cornelissen und Thomas Reitmaier
Kultur – Alpine Ärchäologie in der Val Forno im Oberengadin. Am Wanderweg auf der Flur Plan Canin kamen urgeschichtliche Werkzeuge aus ortsfremden Feuerstein zum Vorschein. Zwei Fundstellen liegen am verkehrtechnisch wichtigen Südende einer jener Gletscherfurchen, welche die Val Forno vom Eingang bis zur südlichen Abzweigung in Murettotal prägen. Gefundene Holzkohleschichten weisen ins 8. bzw. 7. Jahrtausend vor Christus. Mobile Jagdgruppen dürften die Stelle als Lager- und temporärer Siedlungsplatz genutzt haben.
Eine Schatztruhe für Edisons Erbe Text und Fotos: Riccarda Frei
Museen – Zu Besuch in Ernestos Grammafon- und Rundfunkmuseum
Manchmal wird aus einem Hobby eine Berufung. So jedenfalls ergeht es Ernst Moretti mit seinem Grammafon- und Rundfunkmuseum in Serneus. Hier stellt er nicht nur Raritäten aus, sondern dies auch instand.
«Gott nicht in religiöse Bilder einsperren, aber …!» Text: Hans Domenig
Begegnung – mit dem Kunstwandernden Theologen Dieter Matti.
Nein, Schwergewichtsboxer oder Grobschlächter kann man sich bei seinen Unternehmungen nicht vorstellen, denn er wandert mit zartfühlenden Kunstbegeisterten von einer Kirche zur andern, um ihnen die Feinheiten alter christlicher Malerei nahezubringen. Wir sprechen vom Bergüner Theologen Dieter Matti. Vor 20 Jahren hat es seine erste Kunstwanderung ausgeschrieben und seither unzählige weitere durchgeführt.